Ein unglaublich dreistes Interview, dass der angebliche deutsche Vorzeige-Radsportler da bei rp-online gegeben hat.
Auf die Frage:
"Wie bewerten Sie seine (Lance Armstrong's) Rückkehr für den gesamten Radsport? Schließlich schwingt bei ihm ja immer der Verdacht der Manipulation mit."
antwortet er:
"Wir können nicht immer im Gestern leben. Dass er seine Rückkehr in den Dienst seiner Krebsstiftung stellt, macht ihn moralisch unantastbar."
Unglaublich, wieso macht ihn das moralisch unantastbar? Herr Voigt, wenn jemand Schlechtes tut und danach wieder was Gutes, gleicht sich das dann aus? Übertragen sie das mal auf andere Lebensbereiche und die werden sehen, dass das nicht so ist.
Weiterhin heißt es in dem Interview:
"Ihr ehemaliger Kollege Jörg Jaksche sagt, dass aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Tour-Sieger 2009 gedopt sein wird."
Voigt antwortet:
"Ach ja, der Jörg. Wie langweilig wäre das Leben ohne den Jörg."
Den Status des Vorzeige-Radsportlers hat Jens Voigt mit diesem und anderen Interviews für mich endgültig verloren. Die Aufbereitung der Doping-Vergangenheit und -Zukunft scheint diesen Mann nicht zu interessieren.
Und von "Gestern" zu reden, das ist an Frechheit wohl kaum zu überbieten, denn es ist das "Heute", auch wenn er vielleicht selbst nicht gedopt ist.
Insgesamt eine Schande für den Radsport, wenn ein aktiver Fahrer ein solches Interview führt.